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Injektionssysteme FIS V und FIS EM Bemessung nach DIN 1045-1

Nachträgliche Bewehrungsanschlüsse – wie einbetoniert

Leistung

Bewehrungsstäbe, die mit fischer Injektionsmörteln nach bauaufsichtlicher Zulassung eingebaut werden, übertreffen die Verbundfestigkeiten von einbetonierten Stäben (Bild 1). Die Bemessung erfolgt in Deutschland deshalb analog zu einbetonierten Stäben nach DIN 1045-1. Sie haben die Wahl zwischen zwei Systemen für nachträgliche Bewehrungsanschlüsse – Der Injektions-Mörtel FIS V ist ein Hybrid-Vinylester-System, der Injektions-Mörtel FIS EM hingegen ist ein Epoxy-System.

Die Lastübertragung von einbetonierten und nachträglich mit fischer Injektionsmörtel installierten Stäben unterscheidet sich kaum von einander (siehe Bild 2 und 3). Beim einbetonierten Stab wird die Zug- oder Druckkraft im Stab über die Rippung als Druckkraft in den Beton eingeleitet (Bild 2). Beim nachträglich eingemörtelten Stab werden über die Rippung die Kräfte zunächst in den Injektionsmörtel übertragen, der sie dann über Kornverzahnung und Verbundwirkung in den umgebenden Beton einleitet (Bild 3).

Korrosionsschutz

Einbetonierte Bewehrungsstäbe sind durch das alkalische Milieu des im Beton enthaltenen Zementsteins mit einem pH-Wert von 12 – 14 vor Korrosion geschützt. Diesen Schutz – die sogenannte Passivierung – haben Sie auch bei der Verwendung der fischer Injektionsmörtel. Denn die fischer Injektionsmörtel für nachträgliche Bewehungsanschlüsse haben einen pH-Wert, der bei ≥ 12,0 eingestellt ist. Somit ist der Schutz gegen Korrosion so gut wie bei einbetonierten Stäben.

Brandschutz

Sicherheit wenn es darauf ankommt! Gerade eine tragende Stahlbetonkonstruktion darf im Falle eines Brandes nicht versagen. Das gilt natürlich auch für nachträglich eingemörtelte Bewehrungsstäbe. Die fischer Injektionsmörtel mit Zulassung für nachträgliche Bewehrungsanschlüsse haben ihre Leistungsfähigkeit auch unter Brandbeanspruchung unter Beweis gestellt. Die allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassungen erlauben auch „heiße“ Bemessungen bis zur Feuerwiderstandsklasse F 180. Hierbei wird die Einheitstemperaturkurve nach DIN 4102 (Bild 4) zu Grunde gelegt.

Ausführungssicherheit

In Deutschland wird durch die allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassungen für nachträgliche Bewehrungsanschlüsse eine Zertifizierung sowohl des Baustellenpersonals, als auch des ausführenden Betriebes gefordert. Die fischer AKADEMIE bietet hierzu Zertifizierungslehrgänge an, die neben einem Theorieteil auch die praktische Ausführung mit exaktem Bohren, Reinigen, blasenfreien Verfüllen des Mörtels und schließlich Einführen des Bewehrungsstabes vermitteln.

Adressen zertifizierter Betriebe in Ihrer Region erhalten Sie bei der fischer Anwendungstechnik. Telefon: 0180 520 2900.